Sie wünschen?

Planet Kairo

Ägypten 2009

Als Europäer in Ägyptens Hauptstadt landet man wirklich in einer anderen Welt. Kairo ist eine riesige Metropole. Ein Ort wo ganz unterschiedliche Kulturen aufeinandertreffen. In den zehn Tagen, die ich im Januar dort — Dank Sebastian — verbringen durfte, hatte ich genügend Gelegenheit mir einen kleinen Überblick zu verschaffen. Da es in Kairo selbst besseres zu tun gab, als Artikel über das gesehene zu schreiben, will ich den Reisebericht nun nachholen.

Und los!

Die Reise begann am 13.01.2009 in Iserlohn. Da ich an keine festen Termine gebunden war konnte ich mir den günstigsten Flug herauspicken. Mit dem »Zug zum Flug«-Angebot von Tuifly ging es nach Berlin und von dort aus nach Kairo. Ein Fahrer holte mich vom Flughafen ab und am (sehr) frühen Morgen des 14. war ich bei meinen Gastgebern angekommen.

Diplomarbeit

Sebastian lebt noch bis Mitte des Jahres zusammen mit seiner Frau Friederike in Ägypten. Er schreibt in Kairo an seiner Diplomarbeit in Theologie, die sich mit den islamischen Gebetsrufen und dem akustischen Verständnis von heiligem Raum beschäftigt. Ein durchaus interessantes Thema, dem die Stadt am Nil die passende Kulisse liefert. Sebastian nutzte die ersten Tage, an denen unser Guide Michael noch keine Zeit hatte, um mich ein wenig mit der Stadt bekannt zu machen. Wir streunten umher, wie die zahllosen Katzen, denen man überall auf den Straßen begegnet. Immer dabei ein 360°-Mikrofon, das den Lärm der Stadt und den Einfluss der täglichen fünf Prayercalls aufschnappte, sowie die Kamera, natürlich als typisch touristische Waffe gegen das Vergessen und für die Daheimgebliebenen, aber auch um den Aufnahmen ein Gesicht zu verleihen.

360¡

So kamen wir auf die Idee passend zu 360°-Sound auch 360°-Bild aufzunehmen. Dank Photoshop und der integrierten Photomerge-Funktion ist es inzwischen recht komfortabel zu realisieren. Festen Stand, feste Kameraeinstellungen und einmal rund um die eigene Achse photographiert sind die gute Voraussetzungen für interessante Panoramen. Sich bewegende Objekte, wie Autos und Passanten an den Rändern der Bilder können zwar zu unschönen Verzerrungen und Verstümmlungen führen, aber trüben das Gesamtbild nur marginal. Die daraus entstehenden Streifen sind an sich schon ganz cool, aber ich hatte im letzten Jahr HDs Saisonheft für die Bielefelder Philharmoniker gesehen. Ich habe das ganze natürlich nicht so sehr auf die Spitze getrieben, aber die Ergebnisse machen Spaß. 

Planeten

Die Planeten zeigen zum Einen Midan Tahrir (oder Tahrir Square) — den größten und zentralsten Platz in Kairo. Im Bild sind das ägyptische Museum (rotes Gebäude) und das Verwaltungsgebäude Mogamma (der dunkelgraue Klotz hinter der Palme). Zum Anderen den Nil an der Tahrir Brücke bei Tag und Nacht — Leider etwas sehr chaotische Bilder. Und zu guter Letzt die Moschee vor der Citystars Mall. Dieser erste Eindruck von Kairo ist ein dreckiger, staubiger, lauter und vollkommen überfüllter. Gleichzeitig voll von Widersprüchen. Während sich die Mall beinahe westlicher als der Westen präsentiert, ist das tägliche Kairo auf und an den Straßen der pure Nahe Osten. Vollkommen islamisch geprägt und oftmals weit entfernt von jeglichen europäischen Standards. Ein phantastisches Gewimmel und Gewusel. Da fahren Autos, die man seit Jahrzehnten nicht mehr auf unseren Straßen gesehen hat — und wie die fahren! Wenn sie grad nicht im Stau stehen und der ist ein täglicher Begleiter in Kairo. Der Midan Tahrir ist auf jeden Fall auch ein Ort, um ägyptische Fahrkunst zu bewundern und bestaunen.

Fortsetzung folgt.

Die wirklich organisierten Sight-Seeing-Touren begannen erst am Siebzehnten. Mehr davon dann in den nächsten Tagen — Inschallah (So Gott will):

Anschließend habe noch sechs Tage auf der Tauchbasis des SWDF Sonne getankt und die wunderbare Meereswelt des Roten Meers genossen.

Planet Kairo
  • Clip to Evernote

1 Kommentar

  1. tidde

    die neue aufteilung deines blogs gefällt!! sowie auch die bilder von kairo ;).cool das du beim grillen am start warst.

1 Trackback

  1. [...] ich mich mit Friederike und Sebastians Hilfe zwei Tage lang im »normalen«Â Kairo eingelebt hatte, begann der touristische Part. Der erste Programmpunkt auf meiner für 10 Tage viel [...]

  1. Avatar

Was meinst Du dazu? Schreib einen Kommentar!

Benötigte Felder sind mit * markiert.

*
*

  • Ich vor der Cheops
  • coptisches_agypten_10-w900-h900
  • kairo
  • Dankeschön
  • Nachträgliches Weihnachtsgeschenk?
  • Salzig

Christopher Reinbothe

Dipl. Kommunikationsdesigner
@phneutral
DE, NRW, Wuppertal

THE END

Jedes Ende ist auch ein Anfang sagt man und es gibt nichts, das man ewig haben kann.